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Rasendüngung.
Wann und wie wird die Rasenfläche richtig gedüngt?

Jedes Jahr muss für den Rasen im eigenen Garten ein wenig Arbeit investiert werden um ein wirklich schönes Ergebnis über das gesamte Jahr zu haben.
Damit das Prachtstück, der Rasen, auch voll zur Geltung kommt sollte man sich die Zeit nehmen und auch auch die Langzeitpflege beziehungsweise die "Ernährung" des Rasens planen.
Dann hat man aber auch ein wirklich ansehnliches Rasenergebnis mit einem satten Rasengrün und einem vollen und dichten Rasenteppich.
Die Arbeit verteilt sich über 3 Quartale. Das Hauptaugenmerk sollte dabei auf die "Ernährung" des Rasens gelegt werden.
Wenn die Ernährung des Rasens vernachlässigt wird und nur mangelhaft in Augenschein genommen wird, kann das dem Rasen enorm schaden.
Aber wie ernährt man den Rasen?
Rasen wird mit Mineralien und Spurenelementen versorgt. Das wären Kalium, Phosphor, Eisen, Magnesium und ganz wichtig Stickstoff!

Eisen und Magnesium sind wichtig damit das Gras beziehungsweise die Gräser keine Gelbfärbung bekommt. Dies nennt man auch Chlorose.
Phosphor fördert das das Wurzelwachstum. Ein Rasen der ordentlich Wurzeln entwickelt und auch in die Tiefe wächst ist viel widerstandsfähiger als bei kurzem Wurzelwachstum.
Kalium zeigt sich als Stärkungsmittel der Wahl. Es hilft dem Rasen gegen Trockenheit, bzw. Austrocknung, Krankheit, Frost und Kälte.
Stickstoff ist wichtig für die Grünfärbung und das längen- und Dickenwachstum der Gräser.

Wie schon oben angedeutet, sollte die Rasenfläche drei mal im Jahr mit speziellen Rasen Dünger, beziehungsweise Rasenlangzeit-Dünger versorgt werden.
Der Dünger wird extra für den Rasen zusammengestellt. Die spezifischen Inhaltsstoffe des Rasendüngers sorgen für eine dichte, strapazierfähige und sattgrüne Grasnarbe. Der Dünger sorgt für eine kontinuierliche Freisetzung der essentiellen Nährstoffe über eine Zeitspanne von gut 3 Monaten.
Durch die retardierte (langsam und kontinuierliche Abgabe) Abgabe von Nährstoffen profitiert der Rasen und sichert so ein volles Rasenwachstum und schützt gleichzeitig vor der gefährlichen und Umweltbelastenden überdüngung.
Wann sollte gedüngt werden?

Das Jahr teilt sich bei der Pflege auf:
-Frühling
-Sommer
-Herbst.

Im Frühling: um im Grunde genommen ein rasches Wachstum zu fördern und um die Ausbreitung von Moos und Unkraut zu verhindern.
Am Sommeranfang um die Widerstandskraft gegen die eventuell starke Sommerhitze und der damit verbunden Trockenheit zu erhöhen.
Anfang Herbst sollte mit der Düngung begonnen werden um den Rasen für die Wintermonate mit Nährstoffen zu versorgen. Dadurch kommt es dann auch im Frühling wieder zu einer raschen Ergrünung des Rasens.
Der Rasen sollte vor der Düngung geschnitten sein, am besten sogar vertikutiertsein. Dann wird der Dünger auf die vorher bearbeitete Rasenfläche getreut.
Man kann den Dünger per Hand verteilen oder man besorgt sich am besten einen "Düngerwagen". Die Anschaffung eines Düngerwagen ist nicht teuer und lohnt sich in sofern da Sie diese Aufgabe ja öfters im Jahr machen müssen. Das Streuergebnis mit einem Düngewagen ist wesentlich optimaler und der Dünger wird gleichmässiger Verteilt. Nach der Düngung sollte die Rasenfläche unbedingt ordentlich bewässert werden. Seien Sie nicht zimperlich bei der Bewässerung. Denn sonst droht "Verbrennungsgefahr". Die Bewässerung ist deswegen so wichtig, weil sie durch die Rasenbewässerung die Stellen auf der Rasenfläche erreichen, wo Sie eventuell zu viel Dünger gestreut haben.

Beim Dünger müssen Sie unterscheiden zwischen Mineraldünger und organischen Dünger. Mineraldünger löst sich schnell auf, wirkt sehr schnell.
Der Nachteil ist aber das der Mineraldünger nicht nachhaltig genug wirkt. Die Wirkung "verpufft" sozusagen schnell. Dadurch kann im nachhinein der Rasen eventuell schaden erleiden. Bei großen Rasenflächen sollte man auf Mineraldünger verzichten.
Organischer Dünger wirkt insgesamt nachhaltiger. Der organische Dünger bleibt länger im Boden, gibt seine Nährstoffe kontinuierlich und gleichmässig ab, wirkt langsamer. Der Boden wird aber nicht überstrapaziert bei der Aufnahme der Nährstoffe und die Rasenwurzeln haben über eine längere Zeit ausreichend Nährstoffe derer sie sich bedienen können.
Das Ergebnis beim Rasen ist auch erkennbarer. Denn mit einem organischen Dünger arbeiten Sie auf eine vollere Grasnarbe hin.
Natürlich gibt es auch eine Mischform der Dünger. Den Organisch-mineralischen Dünger. Diese Dünger Mischform vereinigt beide Vorteile der oben genannten Düngearten.

Was noch wichtig erscheint ist ihre Rasenfläche. Schauen Sie genau hin wie sich ihr Rasengrundstück verhält. Wie viel der Rasenfläche liegt im Schatten und wie viel der Rasenfläche liegt der Sonne voll ausgeliefert aus.
Denn Rasen der im Schatten liegt, braucht weniger Dünger als Rasen der voll in der Sonne liegt.

                                         Rasenpflege je nach Rasentyp
Typ Mähen  Düngen Wässern Besonderheiten
Zierrasen Wöchentlich auf
2 -4 cm*

 

3x Jährlich
2x Stickstoffbetont
im Herbst Kaliumbetont
Bei Trockenheit
wöchentliche Bewässerung

 

Nur Qualitäts Saatgut!
Schnittgut entfernen
2x Vertikutieren
Fehlstellen nachsäen
Spiel & Gebrauchsrasen 10 -14 täglich auf
 4 - 6 cm*
Nicht unbedingt,
bis 2x jährlich
Nicht unbedingt Gut für Mulchmäher
geeignet.
Sportrasen 7 - 9 cm täglich auf 3 - 5 cm* Am besten mit Langzeitdünger Bei Trockenheit  Für Mulchmäher geeignet,
möglichst jährlich vertikutieren
Schattenrasen 14 täglich auf
6 -8 cm*
Nicht unbedingt, zurückhaltend düngen  Viel unter Bäumen bewässern Schnittgut entfernen, bei Bedarf nachsäen
Landschaftsrasen 3x jährlich auf
6-8 cm*
Nicht erforderlich Nicht erforderlich Schnittgut kann einige Tage liegen bleiben

*Im Sommer etwas höher als angegeben

Wenn Sie also Ihre Ernährung der Rasenfläche zum Beispiel im Garten gut und Durchdacht planen, haben Sie lange Freude an Ihrer gepflegten Rasenfläche.

Chlorose
Die Chlorose ist ein Krankheitsbild das durch Chlorophyllmangel entsteht.
Mann spricht auch von einer Mangelerscheinung bei einer Pflanze.
Die Mangelerscheinung kann unter anderem hervortreten durch zu wenig an
Nährstoffen.
Besonders die Nährstoffe Eisen, Stickstoff oder Schwefel  und Magnesium fehlen der Pflanze.
Aber auch ein zuviel an Natrium (Kochsalz) im Boden kann zu einer Chlorose führen.
Das Charakterische an der Chlorose ist die Gelbfärbung der Blätter oder Gräser.
Teilweise zeigen sich am Blatt der Pflanze oder des Grases auch Verbrennungsähnliche
Schäden. (Nekrotisieren des Blattes)
Die Chlorose kann allerdings auch durch einen Wassermangel entstehen oder durch
externe Einflüsse wie zum Beispiel starke Sonneneinstrahlung, enorme Temperaturschwankungen
oder durch die Verabreichung von Herbiziden oder Pestiziden.
In manchen Fällen wird die Chlorose auch durch einen Pflanzenvirus hervorgerufen, was dann zur
Folge hat, das unter anderem chemische Mittel angewendet werden müssen.



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